CES 2017: Das zeigt Dolby zu Dolby Vision hinter verschlossenen Türen

CES 2017: Das zeigt Dolby zu Dolby Vision hinter verschlossenen Türen

Ich hatte heute die Möglichkeit, mir die nicht-öffentlichen Demonstrationen von Dolby auf der aktuell in Las Vegas laufenden Elektronikmesse CES anzuschauen. Hier mein Bericht.

Früher hatte Dolby zur CES einen großen Stand auf dem Messegelände, seit einigen Jahren finden die Demonstrationen der neuesten Entwicklungen hinter verschlossenen Türen statt. Da mir der Zutritt gewährt wurde, liefere ich Euch nachfolgend die Dolby-Vision-Highlights in Stichworten. Entschuldigt bitte, dass ich nicht alle Ausführungen mit Bildern hinterlegen kann. Dolby zeigte allerdings an vielen Stellen urheberrechtlich geschütztes Material, weshalb dann galt: Fotografieren streng verboten.

Doch was gab es zu sehen beziehungsweise worüber wurde gesprochen?

Dolby Vision auf Sonys Z9D
Um zu demonstrieren, was das dynamische HDR-Formate Dolby Vision kann, lief auf dem Fernseher eine extra von Dolby angefertigte Dolby-Vision-Version des Trailers zu „Passengers“. Die nutzte den Kontrastumfang des TVs, der laut Sony eine maximale Helligkeit von rund 1500 Candela pro Quadratmeter alias Nits bietet, voll aus. Das Ergebnis war überaus beeindruckend.

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Dolby-Vision-Film auf Oppo-Player
Käufer des Oppo UDP-203 müssen jetzt ganz tapfer sein: Auf dem Dolby-Stand läuft der Player bereits mit einer Vorab-Firmware, die Dolby Vision unterstützt. Gezeigt wurde eine sehr kontrastreiche und farbenfrohe Szene aus „Pan“. Meine Bitte, mir die Firmware gleich auf USB-Stick mitzugeben, wurde leider abgelehnt. Allerdings würde man mit der auch nicht so recht glücklich: Bei der Vorab-Fassung traten noch Probleme hinsichtlich der Lippensynchronität auf.

Sonys UHD-Blu-ray-Player UBP-X800
Bei Dolby waren insgesamt drei Ultra-HD-Player mit Dolby-Vision-Unterstützung zu sehen – der Oppo, ein Funai-Modell unter der Marke Philips und das neue LG-Modell UP970. Wer aufgepasst hat, wird ein Modell vermissen: Sonys gerade angekündigten UBP-X800. Schließlich haben die Japaner neben dem genannten Z9D auch Dolby-Vision-Unterstützung für die Modellreihen A1 und X94/93 angekündigt. Wird der UBP-X800 als Dolby Vision beherrschen? Antwort: Nein, auch nicht mit einem Firmware-Update. Denn der Player hat schlicht nicht den passenden Chip – kein Scherz!

Demo-Clips für Dolby Vision und Dolby Atmos ab Werk
Wer sich eine Heimkino-Anlage für Dolby Vision und/oder Dolby Atmos einrichtet, der möchte natürlich auch Demomaterial haben, um diese zu testen und vorzuführen. Entsprechend begehrt waren die Demo-Discs des Unternehmens (von denen Dolby in diesem Jahr keine verteilte, schnief). Künftig sollen Fernseher mit den Techniken des Unternehmens allerdings eine Dolby-App integriert haben, über die sich Demo-Inhalte einfach über das Internet von einem Server streamen lassen.

HDMI 2.1
Nach aktuellem Kenntnisstand beherrschen die jetzt erschienenen beziehungsweise erscheinenden UHD-Blu-ray-Player mit Dolby-Vision-Unterstützung nicht die gerade angekündigte HDMI-Spezifikation 2.1. Stattdessen geben sie die Metadaten versteckt im Videodatenstrom an den Dolby-Vision-Fernseher, der diese daraus wieder herausfischt. Das funktioniert seit HDMI 1.4a. Wie bereits beschrieben, wird Dolby Vision aber auch die Weitergabe nach HDMI 2.1 unterstützen.

Dolby-Vision-Passthrough
Zum Abschluss noch ein Thema, das noch für einige Diskussionen sorgen dürfte: Die Weiterreichung der Dolby-Vision-Metadaten, wenn diese – wie aktuell üblich – im Videodatenstrom versteckt sind. Solange der Player direkt per HDMI an den Fernseher angeschlossen ist, gibt es hier keine Probleme.

Anders sieht es jedoch aus, wenn das Videosignal durch einen AV-Receiver oder eine Soundbar geleitet werden soll: Die Geräte bieten in der Regel kein echtes Passthrough, sondern fassen die Videodaten an – schon um eine grafische Oberfläche und Einblendungen zu ermöglichen. Dabei werden jedoch eventuell die Metadaten korrumpiert; zudem passt das auf SDR ausgerichtete Bild nicht zur HDR-Kodierung des Videobildes.

Dolby hat daher eine Dolby-Vision-Passthrough-Lösung entwickelt und allen Verstärker-Herstellern zur Verfügung gestellt. In naher Zukunft werden die ersten AV-Receiver mit diesem Modus angeboten werden. Ob es auch ein Passthrough-Update für aktuelle AV-Receiver geben wird, konnte Dolby nicht beantworten.

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