DTS:X-Disc enthält Hinweis auf Mix für Lautsprecher-Setups mit Height-Boxen

DTS:X-Disc enthält Hinweis auf Mix für Lautsprecher-Setups mit Height-Boxen

Auf der jüngst in den USA erschienen Blu-ray „The Last Witch Hunter“ findet sich ein Hinweis darauf, dass der Tontechniker ein Setup mit vier Height-Lautsprechern im Hinterkopf hatte, als er den DTS:X-Soundtrack abmischte.

Auf der gerade in den USA von Lionsgate veröffentlichte Blu-ray Disc „The Last Witch Hunter“ (Regionalcode A!) findet sich nicht nur der (englische Original-)Ton in einem DTS:X-Mix, die Disc kommt auch mit einem Sound-Check. Damit lässt sich prüfen, ob die Boxen im Heimkino korrekt angesprochen werden. Und eben dieser Sound-Check offenbart ein interessantes Detail: Er ist nämlich nicht nur für ein 7.1.4-Setup ausgelegt, sondern bezeichnet die Höhenkanäle auch als „Front Heights“ und „Rear Heights“. Dazu passt auch die Abbildung eines Boxen-Setups mit über den Frontlautsprechern und den Real-Boxen montierten Höhenlautsprechern. Einen Sound-Check mit Deckenlautsprechern findet sich hingegen auf der Scheibe nicht.

Auro-3D 11.1. (c) Bild Auro Technologies

Auro-3D 11.1. (c) Bild Auro Technologies

Die US-Fachzeitschrift „Widescreen Review“ (WSR) merkt in diesem Zusammenhang in ihrer aktuellen Ausgabe an, dass der DTS:X-Mix mit 11.1 Kanälen mit dem Auro-3D-Mix in 11.1 aus dem Kino „praktisch identisch“ sei. Das ist aus zwei Gründen allerdings eine recht merkwürdiger Verbindung, da 11.1 bei DTS:X hier eine Konfiguration beschreibt, die bei Atmos mit „7.1.4“ bezeichnet wird und ein 7.1-Set „auf Ohrhöhe“ plus 4 Höhenkanäle beschreibt. 11.1 steht bei Auro-3D hingegen für einen ganz anderen Aufbau, mit 5.1 als Basis fünf Höhenlautsprechern inklusive Center Height und einem Deckenlautsprecher für den Voice-of-God-Channel. Einen Höhenlautsprecher über den Center und einen VoG-Kanal kennt DTS:X aktuell hingegen überhaupt nicht. Aber sicherlich wollte der WSR-Autor damit nur ausdrücken, dass hier offenbar der Auro-3D-Mix für ein Heimkino mit Heights als Höhenlautsprecher angepasst wurde.

Und es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass der Sound Check zumindest ein weiteres Indiz in einer mittlerweile recht langen Kette ist: So hatte DTS selbst DTS:X auf der diesjährigen CES mit einem 7.1.4-Set mit Height-Lautsprechern vorgeführt. Auch die beiden DTS-Demoscheiben mit DTS:X-Beispielen finden sich vor allem DTS:X-Clips, die eher auf eine weite, luftige Wiedergabe setzen als auf „harte Decken-Effekte“. Offiziell hat DTS allerdings noch keine Aussage bezüglich eines bevorzugten Setups gemacht – und selbst wenn der Mix auf der Lionsgate-Disc eher für Heights abgemischt sein sollte, klingt er für mich auch auf Anlagen mit Deckenlautsprechern nach einer ersten Hörprobe super.

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