Mumie-Trilogie: Deutscher DTS:X-Ton mit DTS-HD High Resolution als Basis

Mumie-Trilogie: Deutscher DTS:X-Ton mit DTS-HD High Resolution als Basis

Mit dem Erscheinen der drei Teile von „Die Mumie“ auf Ultra HD Blu-ray ist nun auch die Frage gelöst, ob bei dem 3D-Sound-Format von DTS auch ein verlustbehafteter Codec als Basis genutzt werden kann. Währenddessen berichtet ein Anwender von Problemen.

Am vergangenen Donnerstag brachte Universal Pictures mit den 4K-Neuauflagen von „Die Mumie“, „Die Mumie kehrt zurück“ und „Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers“ auf Ultra HD Blu-ray die ersten Discs mit deutschem DTS:X-Ton auf den deutschen Markt. (Korrektur: Fast & Furious 6 und 7 hatten auch bereits zwei DTS:X-Spuren.)

Nun bin ich gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt und konnte daher erst jetzt die Discs unter die Lupe nehmen. Eine Vermutung bestätigte sich aber: Nicht beide DTS:X-Spuren nutzen das verlustfreie Kompressionsverfahren DTS-HD Master Audio als Basis, wie dies bislang bei allen Scheiben (Blu-ray Discs und UHD-BDs) der Fall war. Vielmehr kommt bei den deutsche Synchronfassungen das verlustbehaftete DTS-HD High Resolution (HR) zum Einsatz. Im Display meines Denon-Receivers erscheint bei der Wiedergabe daher auch nur „DTS:X“ statt wie bislang üblich „DTS:X MA“ (für Master Audio).

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Das ist nicht zuletzt deshalb interessant, weil DTS auf meine direkte Nachfrage im Januar auf der CES zu diesem Punkt noch recht vage geantwortet hatte, dass die Nutzung von DTS-HD HR „möglich sein müsste“. Damals standen schlicht die nötigen Programme noch nicht bereit, die diesen Codec bei der Erstellung der Discs nutzen konnten. Diese Hürde scheint nun überwunden – womit die Wahrscheinlichkeit steigt, dass auch andere Studios künftig DTS-HD HR als Basis für DTS:X nutzen werden. Für Dolby Atmos gibt es bereits seit langer Zeit eine entsprechende Konstruktion: Basis kann hier sowohl das verlustfreie Kompressionsverfahren Dolby TrueHD als auch der verlustbehaftete Codec Dolby Digital Plus sein.

Die Möglichkeit, verlustbehaftete Codecs als Basis nutzen zu können, ist aus zwei Gründen wichtig: Zum einen bekommen Studios so mehr Spuren auf die Discs, was für sie aus Gründen der Wirtschaftlichkeit natürlich ein Punkt ist. Zum anderen kommen im Video-on-Demand-Bereich keine verlustfrei arbeitenden Kompressionsverfahren zum Einsatz. DTS:X könnte künftig also auch bei VoD ein Thema werden. DTS:X punktet damit schließlichauch gegen Auro-3D, das nur mit verlustfreien Codecs funktioniert.

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Im dem von mit co-administrierten 3D-Sound-Forum auf Facebook ist währenddessen ein Bericht eines Nutzers aufgetaucht, der von Probleme mit einer DTS:X-Spur berichtet, die auf DTS-HD HR basiert. Konkret geht es hierbei um den kommenden (und vorzeigt aufgelieferten) Universal-Titel „Fifty Shades Darker“ und die Wiedergabe der Synchronfassung über einen Onkyo-Receiver vom Typ TX NR646. Hier wird sich zeigen müssen, ob der Decoder-Chip des Receivers eventuell ein Problem mit DTS-HD HR als Basis-Codec hat oder der Player den Datenstrom nicht korrekt überträgt. Yamaha-Receiver scheinen nach aktuellem Stand wie Denon/Marantz-Geräte jedenfalls keine Probleme mit DTS:X auf DTS-HD-HR-Basis zu haben.

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