Reingehört: Blu-ray „Prometheus“ mit Atmos-Ton erscheint morgen

Reingehört: Blu-ray „Prometheus“ mit Atmos-Ton erscheint morgen

Am morgigen Freitag kommt die Pure-Audio-Blu-ray „Prometheus“ von Luca Turilli’s Rhapsody auf den deutschen Markt. Ich habe schon einmal reingehört.

Die Vorab-Version erhielt ich dankenswerterweise von Yamaha. Das Unternehmen hat die Produktion des Titels – seines Zeichens das erste Studioalbum mit Dolby-Atmos-Ton – aktiv unterstützt. Vertrieben wird die Scheibe von Nuclear Blast, einer Warner-Tochter. Das Paket enthält noch zwei brandneue Live-CDs unter dem Titel „Cinematic And Live“, ich konzentriere mich hier aber auf die Atmos-Disc.

„Prometheus“ ist eine „Pure-Audio“Scheibe – ein Disc-Format, das praktisch als Nachfolger der CD und DVD-Audio erschaffen wurde. Abspielen lässt sie sich auf jedem Blu-ray-Player, auf dem angeschlossenen Fernseher erscheint dabei nur das Disc-Menü mit den einzelnen Titeln. Auf dieser Scheibe finden sich 11 Stücke, die in Dolby Atmos und in LPCM Stereo verfügbar sind.

Stil

Die italienische Band Luca Turilli’s Rhapsody bezeichnet ihre Musik selbst als „Cinematic Metal“: Symphonic Power Metal kombiniert mit Elementen aus der Filmmusik. Tatsächlich riefen mehrere Lieder bei mir ungewollt verschiedene Assoziationen hervor.

So erinnert mich beispielsweise „Nova Genesis“ an den Auftritt der Diva in „Das fünfte Element“ – was aber keinesfalls negativ gemeint ist. „Anhata“ hat nach meinem Geschmack wiederum durch die Frauenstimme ein wenig von der Star-Trek-Melodie, „“Of Michael The Archangel And Lucifer’s Fall Part II“ wegen der männlichen Erzählstimme ein wenig an Michael Jacksons Thriller. Bei „One Ring To Tule Them All“ bekommt man am Anfang sogar Golum zu hören, während das titelgebende Stück „Prometheus“ zu Beginn als großes Orchesterstück arrangiert ist. Generell lässt sich sagen, dass „Prometheus“ nicht gerade eine Scheibe zum Entspannen ist. Die Stücke sind fast durchgehend von Schlagzeug getrieben. Am ruhigsten ist da noch „Notturno“, das mit einem eher getragenen Duett und Klaviermusik beginnt.

Dolby Atmos

So verschieden die Ausrichtungen der einzelnen Stücke, so unterschiedlich auch die Dolby-Atmos-Mixes: „Nova Genesis“ ist da als erstes Stück meiner Meinung ein sehr guter Einstieg, da es recht experimentell ist und die Stimmen interessant im Raum verteilt. Auch die Höhenlautsprecher werden dabei gut ausgenutzt. Bereits beim zweite Lied („Il Congo Nero“) ist der Mix aber etwas ruhiger. Hier fällt zum ersten Mal auf, dass die Hauptstimme bei der Scheibe konsequent im Center belassen wurde.

Das etwas Pop-artigere „Rosenkreuz“ bietet eine interessante Verteilung von Schlaginstrumenten in verschiedenen Kanälen auf Ohrebene, bei „Yggdrasil“ erklingen verschiedene Instrumente rund um den Zuhörer. Ein wirklich spielerischen Umgang mit verschiedenen Geräuschquellen bietet wiederum „Of Michael The Archangel And Lucifer’s Fall Part II“: Hier schwirrt der Sound herum – auch unter der Decke. Das effektlastige Stück ist mit 1:10 min Spieldauer allerdings recht kurz.

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Fazit

Alles in allem ist mit „Prometheus“ eine Scheibe mit einigen interessanten Soundeffekte – auch in Dolby Atmos. Ich bin auch der Meinung, dass viele Titel durch den 3D-Sound deutlich gewinnen. Allerdings muss man sich von der Vorstellung verabschieden, dass man hier eine reine Atmos-Demoscheibe erhält – auch wenn das erste und letzte Stück auf der Disc durchaus Demo-Qualität hat. Es bleibt ingesamt aber eine Produktion, bei der auch auf die räumliche Abbildung der Stimmen und Instrumente geachtet wurde. Was man ja den Produzenten auch nicht zum Vorwurf machen kann.

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