Neue Yamaha-Receiver mit Dolby Vision und erweitertem Audio-Rückkanal

Neue Yamaha-Receiver mit Dolby Vision und erweitertem Audio-Rückkanal

Die kommende Mehrkanal-Verstärker-Riege des Herstellers leitet Bilder in Dolbys dynamischem HDR-Format zum Fernseher und nimmt Dolby Atmos und DTS:X vom TV entgegen.

Yamaha bringt im Mai seine neuen A/V-Receiver-Modelle auf den deutschen Markt. Neu ist bei dieser „RX-V83­“-Reihe die Möglichkeit, Videobilder mit erhöhtem Kontrast (High Dynamic Range, HDR) im dynamischen Dolby-Format vom Zuspieler an den Fernseher weiterzuleiten („Dolby Vision“-Passthrough). „Dynamisch“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Metadaten mit dem gewünschten Bildeindruck Szene für Szene oder sogar Bild für Bild übertragen werden und nicht einmal für den gesamten Film. Letzteres ist beim aktuell bei Ultra HD Blu-rays verwendeten HDR-10-Format der Fall.

Die aktuelle HDMI-Spezifikation 2.0b kennt noch keine Weitergabe von dynamischen Metadaten; diese wird erst mit dem kommenden HDMI 2.1 eingeführt. Yamaha nutzt daher eine von Dolby entwickelte Passthrough-Lösung. Diese schließt die Möglichkeit zur Weitergabe von HDR-Daten nach dem HLG-Format (High Log Gamma) ein, das künftig Fernsehsender bei der UHDTV-Ausstrahlung nutzen wollen. Die Weiterleitung von HDR10-Videos bis zu einer Auflösung von 4K unterstützen die neuen Geräte natürlich ebenfalls.

Der Hersteller prüft derzeit nach eigenen Angaben noch, ob die Passthrough-Lösung auch für ältere A/V-Receiver per Firmware-Update bereitsgestellt werden kann. Die D+M-Gruppe hatte im Februar ein Dolby-Vision-/HLG-Update für ausgewählte Modelle seiner Denon- und Marantz-Receiver angekündigt.

ANZEIGE

Yamaha versprach bei der Präsentation der neuen AV-Receiver zudem eine überarbeitete Fassung des Audiorückkanals, den man von der HDMI-Verbindung zwischen TV und AV-Receiver beziehungsweise Soundbar kennt. Als „Enhanced Audio Return Channel (eARC)“ nimmt er künftig auch 3D-Audioformate wie Dolby Atmos von einem TV mit passenden eARC-Ausgang entgegen. Die Funktion wird sich nach der HDMI-Spezifikation 2.1 richten, Yamaha rechnet mit einer Zertifizierung im Herbst.

3D-Sound

Die AV-Receiver der Yamaha RX-V83-­Reihe werden in den Farben Titan und Schwarz im Fachhandel erhältlich sein. Die Einsteigsmodelle RX-V383 und -V483 kosten unverbindlich 369 Euro und 469 Euro, bieten jeweils aber nur 5.1-Sound. Die Modelle RX-V583 (oben im Bild) und -V683 zu Listenpreisen von 569 Euro und 669 Euro bieten 7.2-Surround-Sound oder 5.2.2-Raumklang in den Formaten Dolby Atmos und DTS:X.

Wie alle netzwerkfähigen AV-Geräte von Yamaha sind die Receiver mit dem hauseigenen Multiroom-Audio-System „MusicCast“ kompatibel. Das Topmodell RX-V683 bietet einige zusätzliche Features, darunter einen Phono-Eingang. Der Mehrkanal-Receiver bringt das Signal des Plattenspielers per MusicCast auf Wunsch auch in alle anderen Räume. Mit Zone 2 kann er nicht nur ein zusätzlicher Bereich unabhängig von der Hauptzone mit Musik versorgen, sie steht auch als eigener MusicCast-Raum im Netzwerk bereit.

Die Einmess-Automatik YPAO soll die akustische Anpassung an den jeweiligen Raum lau Hersteller zum Kinderspiel machen: Ein Knopfdruck genügt und das mitgelieferte Einmess-Mikrofon ermittelt die perfekten Einstellungen – von der korrekten Lautsprechergröße über die exakte Entfernung bis hin zur individuellen Lautstärke. Beim RX-V683 kommt sogar die erweiterte Variante YPAO R.S.C zum Einsatz, die unerwünschte Raumreflexionen ausgleicht und so laut Yamaha für noch besseren Klang auf Studioniveau sorgt.

Die Mehrkanal-Receiver sind kompatibel mit den Hi-Res- Audiformaten FLAC und WAV (192 kHz / 24-bit), DSD (2,8 MHz / 5,6 MHz) sowie Apple Lossless. Auch Apple Airplay sowie die Wiedergabe von Mobilgeräten per Bluetooth wird unterstützt. Hinzu kommen alle gängigen Streaming-Dienste inklusive Spotify, Napster, Tidal, Deezer, Quboz und JUKE.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

*