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Höhenlautsprecher

Ob Auro-3D, Dolby Atmos oder DTS:X – keines der drei 3D-Sound-Formate kommt ohne spezielle Lautsprecher aus, die die Höhenkanäle wiedergeben. Doch zwischen den Formaten gibt es durchaus Unterschiede, die sich auf die Auswahl und Installation der Boxen auswirken
  Weiterführende Links
Grundlagen Auro-3D
Grundlagen Dolby Atmos
Grundlagen DTS:X
Wer zuerst kommt, mahlt zuerst – dieser Grundsatz gilt auch bei Tonformaten. Ergo konnte Dolby als Vorreiter des 3D-Sounds praktisch nach Gutdünken festlegen, was es bei der Frage, wie die Höhenkanäle im Heimkino reproduziert werden sollen. Tatsächlich orientierten sich die Entiwckler an der kurz vorher eingeführten Kinoversion – und empfehlen daher bis heute ein Setup mit unter der oder in die Decke montierten Lautsprechern.

Im Heimatland der Herstellers USA war diese Vorgabe auch recht unproblematisch: Ein großer Teil der Bevölkerung lebt in Holzhäusern, Einbaulautsprecher sind allgemein schon seit längerer Zeit recht verbreitet. Doch spätestens mit Blick auf den europäischen Markt musste Dolby einsehen, dass nicht alle Anwender derartige Installationen durchführen können oder wollen. Als Alternative dachte sich Dolby daher die sogenannten „Dolby Atmos Enabled“-Boxen aus, die mit Reflexion arbeiten und dem Zuhörer so ebenfalls den Eindruck verschaffen sollen, die Geräusche kämen von oben.

Einen anderen Weg schlug hingegen Auro Technologies bei seinem 3D-Sound-Format Auro-3D ein und setzten vorrangig auf „Height“-Lautsprecher, die an der Wand knapp uner der Decke montiert werden.

Deckenlautsprecher
Im typischen Atmos-Setup werden vier Deckenlautsprechern nach den Vorgaben von Dolby paarweise auf einer Linie zu den Frontboxen angebracht, jeweils leicht versetzt vor und hinter dem Hörplatz (siehe Skizze, linkes Bild) – auf den Positionen „Top Front Left“ (TFL) und „Top Front Right“ (TFR) sowie „Top Rear Left“ (TRL) und „Top Rear Right“ (TRR). Befindet sich der Sitzplatz nah an der hinteren Wand (was oft der Fall ist), ist die Vorgabe für die rückwärtigen Deckenpositionen leider recht schwer einzuhalten.

Blick von oben: Deckenlautsprecher (6 bzw. 6 und 7) beim 5.1.4- (links) und beim 5.1.2-Setup. (c) Bilder Dolby
Blick von oben: Deckenlautsprecher (6 bzw. 6 und 7) beim 5.1.4- (links) und beim 5.1.2-Setup. © Bilder Dolby

Alternativ kann man auch nur ein Deckenlautsprecher-Paar einsetzen, dass dann idealerweise ein kleines Stück vor dem Hörplatz angebracht wird, auf den „Top Middle Left“ (TML) und „Top Middle Right“ (TMR) genannten Positionen (auf der Skizze, rechtes Bild).

Bei der Auswahl der Lautsprecher ist man prinzipiell frei. Heimkino-taugliche Modelle zum Einbau in die Decke sind zwar in den USA weiter verbreitet, mittlerweile aber auch hierzulande zu bekommen – teilweise mit schwenkbarem Hochtöner für eine genauere Ausrichtung.

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„Dolby Atmos Enabled“-Boxen

Für alle Heimcineasten, di keine Decklautsprecher installieren können oder wollen, spezifizierte das Unternehmen sogenannte „Dolby Atmos Enabled“-Lautsprecher. Sie strahlen die Töne für die Höhenkanäle gegen die Decke ab; die Reflexionen sollen so den Eindruck vermitteln, die Geräusche kämen von oben. Das funktioniert bei besseren Modellen erstaunlich gut: Der Von-Oben-Eindruck ist nicht mehr ganz so punktuell wie bei Deckenlautsprechern, was aber beispielsweise bei „großflächigeren“ Effekten wie Regen durchaus angenehmer sein kann.

Dolby legt nicht nur fest, in welchem Winkel die Atmos-Enabled-Lautsprecher den Ton ausgeben. In der Spezifikation eine EQ-Entzerrung einschließlich psychoakustischem Modell zur Verbesserung der Ortung von oben vorgeschrieben. Wer sich Atmos-Enabled-Boxen holt, um diese an der Wand oder Decke als Direktstrahler einzusetzen, sollte daher darauf achten, dass sich die EQ-Entzerrung (über einen Schalter auf der Rückseite) für diese Betriebsart deaktivieren lässt. Dies ist leider nicht bei allen Modellen möglich.
Dolby Atmos Enabled Speaker strahlen gegen die Decke und erzeugen so beim Zuschauer den Eindruck, dass die Geräusche von oben kommen. © Bild Dolby
Dolby Atmos Enabled Speaker strahlen gegen die Decke und erzeugen so beim Zuschauer den Eindruck, dass die Geräusche von oben kommen. © Bild Dolby

Für Surround-Neueinsteiger gibt es Boxensets, bei denen die Enabled-Lautsprecher in den Front- und Surround-Boxen integriert sind. Für vorhandene 5.1- oder 7.1-Anlagen bekommt man Module, die man auf die Front- beziehungsweise Rücklautsprecher stellt. Diese Enabled-Module klingen laut Dolby bei einer Deckenhöhe zwischen 2,40 bis 2,70 Metern am besten. Die Lösung soll zwar in bis zu 4,30 Meter hohen Räumen funktionieren, die Effekte würden dann aber „diffuser“. Die Nachrüstmodule kann man notfalls an der Wand montieren und so näher zur Decke bringen, bei Standboxen mit integrierten Enabled-Lautsprechern besteht diese Möglichkeit nicht.

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„Height“-Lautsprecher
Mit den sogenannten „Height“-Lautsprechern existiert schließlich noch eine dritte Variante, um die Höhenkanäle im Heimkino erklingen zu lassen. Diese Boxen werden an der Wand knapp unter der Decke angebracht und strahlen abgewinkelt in Richtung der Zuhörer.

Die Frontboxen sollen dabei auf Linie der Frontlautsprecher installiert werden (Front Height links und rechts), für die rückwärtigen Height-Boxen gibt es zwei Positionen: Auf Linie mit den hinter den Zuschauern installierten Rücklautsprechern (Rear Height links und rechts) oder mit seitlich installierten Surround-Boxen (Surround Height links und rechts).

Viele Nutzer mögen „Heights“, da sie sich im Wohnraum im Vergleich zu Deckenlautsprechern noch vergleichsweise unauffällig installieren lassen. Allerdings muss man sich bewusst machen, dass sich das Abstrahlverhalten von Heights von dem unterscheidet, das Deckenlautsprecher und auch Atmos-Enabled-Boxen aufweisen.

Das Layer-Konzept von Auro-3D
© Bild Auro Technologies

Die Lautsprecher bei den beiden letztgenannten Varianten strahlen direkt von oben auf den Zuhörer herab und erzeugen damit eindeutig den Eindruck, dass die für die Höhenkanäle bestimmten Geräusche von oben kommen. Im Unterschied dazu erschaffen Heights eher eine Toneben, die sich über der von den Hauptlautsprechern (Front- und Rearboxen) erschaffenen Ebene legt. Eben genau dies ist von Auro Technologies bei Auro-3D gewollt, während Dolby eher verhalten zu dieser Variante steht.

Bei Auro-3D wird die Nutzung von Height-Lautsprechern über den Front- und Surround-Positionen als optimal betrachtet. Ebenfalls möglich ist die Positionierung der hinteren Heights über den Rear-Hauptlautsprechern. Dolby Atmos lässt die Nutzung von Height-Lautsprechern zu, im Rückraum aber nur auf den Rear-Hight-Positionen. DTS:X gibt sich nicht nur sehr offen für Heights, die bislang erschienen Titel sind auch eher für Height-Setups abgemischt.

Letztlich ist es ein wenig Geschmackssache, ob man Heights oder Deckenlautsprecher bevorzugt. Mir persönlich gefallen Heights bei der Musikwiedergabe teilweise besser, dafür ist eben oft das „Sound von oben“-Gefühl bei Deckenlautsprechern deutlicher. Das heisst aber keinesfalls, dass die Über-Kopf-Effekte mit Heights schlecht sein müssen oder Musik auf Atmos-Anlagen mies klingt. Es geht im Großen und Ganze eher um Nuancen. Generell halte ich es aber für eine schlechte Idee, nur ein Paar Heights vorne oder hinten einzusetzen. Ein Boxenpaar kann es in vielen Räumen praktisch nicht schaffen, ein überzeugendes „Sound-von-oben“-Gefühl zu vermitteln.