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Dolby Atmos

Dolby Atmos

Dolby Atmos dürfte das bekannteste der 3D-Sound-Format sein – nicht zuletzt, weil bereits eine ganze Reihe von Kinos mit einer derartigen Anlage ausgestattet ist. Und auch im Heimkino hat es klar die Nase vorn.
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Alle Filme mit Dolby-Atmos-Ton
Anders als bei Auro-3D und DTS:X stehen bei Dolby Atmos die Chancen gut, dass einem das Format auch schon einmal im Kino begegnet ist. Doch die Heimkino-Fassung ist keine 1:1-Kopie der Filmtheater-Installationen – schon, weil Dolby Atmos daheim im Rückraum weiterhin mit „nur“ zwei oder vier Surround-Kanäle arbeitet, je nachdem ob man ein 5.1- oder ein 7.1-System installiert hat.

Dolby Atmos sieht im Kino die Installation zusätzlicher Surround-Boxen im vorderen Bereich des Saals vor (hier blau). (c) Bild Dolby

Dolby Atmos sieht im Kino die Installation zusätzlicher Surround-Boxen im vorderen Bereich des Saals vor (hier blau). © Bild Dolby

Im Kino spricht Dolby Atmos die rückwärtigen Lautsprecher im Unterschied zu vorherigen Surround-Formate nicht mehr in Gruppen, sondern einzeln an. Um Soundeffekte bis zur Leinwand beziehungsweise von dieser durch den gesamten Saal laufen lassen zu können, sieht Dolby Atmos im Kino zudem die Installation zusätzlicher Surround-Boxen im vorderen Zuschauerbereich vor. Diese Lautsprecher bleiben stumm, wenn über die Anlage ein Film mit gewöhnlichem 5.1- oder 7.1-kanaligen Soundtrack gespielt wird.

In luftiger Höhe
Sowohl im Kino als auch im Wohnzimmer kommen bei Atmos aber Höhenlautsprecher zum Einsatz – im Filmtheater dabei stets in Form von Deckenlautsprechern. Sie lassen sich nutzen, um den Zuschauern etwa den Eindruck zu vermitteln, Regen ströme von der Decke oder Hubschrauber kreisten über den Köpfen — aber eben auch für subtilere Effekte wie Windgeräusche oder um die Filmmusik „raumfüllender“ erklingen zu lassen.

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Lautsprecher-Setups
Im Heimkino arbeiten allerdings statt bis zu zehn aktuell „nur“ maximal sechs Höhenboxen; die liefert als erster Heimkino-Verstärker im Consumer-Bereich Denons neuer AVC-X8500H.

Das Maximum sind aber in der Regel vier Höhenkanäle. Ergänzen sie eine 5.1-Anlage, spricht Dolby von einem 5.1.4-Setup, bei einer 7.1-Basis von 7.1.4 und bei einer 9.1- Grundkonfiguration von 9.1.4.


Dem Receiver teilt man im Setup mit, wieviele Boxen vorhanden sind und auf welchen Positionen sie stehen. © Bild Denon.
Es ist bei Dolby aber auch möglich, für die Höhenkanäle lediglich ein Lautsprecher-Paar einsetzen; in diesem Fall spricht man dann je nach Grundsystem auf Ohrhöhe von einem 5.1.2-, 7.1.2- oder 9.1.2-Setup. Da bei Atmos die Geräusche für Höhenkanäle als Audio-Objekte vorliegen, ist das kein Problem: Alle Sounds verteilt der Decoder in Echtzeit einfach passend auf die vorhandenen Höhenlautsprecher.

Mit nur zwei statt vier Höhenlautsprechern sind manche Über-Kopf-Effekte allerdings logischerweise nur eingeschränkt realisierbar – beispielsweise Überflüge oder Geräusche aus einer der oberen Ecken. Im direkten Hörvergleich mit passendem Atmos-Material bemerkt man dies deutlich. Wer die Alternative aber nicht kennt, dem wird aber auch nichts fehlen.

Lautsprecher
Sozusagen „klassisch“ ist das Atmos-Setup mit unter der oder in die Decke montierten Lautsprechern, da dies am ehesten der Kinoversion entspricht. Eine ganze Reihe von Hersteller bieten mittlerweile auch in Deutschland passende Lautsprechermodelle zur Montage an beziehungsweise zum Einbau in die Decke an.

Dolby-Enabled-Box von KEF. (c) Bild KEF
Dolby-Enabled-Box von KEF. (c) Bild KEF
Allerdings war auch Dolby klar, dass nicht alle Anwender derartige Installationen durchführen können oder wollen. Daher spezifizierte das Unternehmen sogenannte „Dolby Atmos Enabled“-Lautsprecher, die die Töne für die Höhenkanäle gegen die Decke abstrahlen. Die Reflexionen sollen den Eindruck vermitteln, die Geräusche kämen von oben.

Diese Variante handelte sich allerdings erst einmal einen schlechten Ruf ein, als zum Start von Dolby Atmos Onkyo Enabled-Module auf den Markt brachte, die klanglich nicht mit ordentlichen Hauptlautsprechern mithalten konnten – und bei denen vor allem der „Geräusche von oben“-Effekt nicht besonders überzeugend rüberkam. Mittlerweile gibt es aber einige Enabled-Boxen, die eine wirklich gute Leistung bieten.

„Height“-Lautsprecher

Dolby spezifizierte schließlich auch die Nutzung sogenannter „Height-Lautsprecher, die an der Wand knapp unter der Decke montiert werden – über den Frontboxen auf den Positionen „Front Height Left“ (FHL) und „Front Height Right“ (FHR) und über den Surround-Boxen als „Rear Height Left“ (RHL) und „Rear Height Right“ (RHR).

Allerdings rät Dolby für das „lebensechteste und einhüllendste“ Ergebnis zu Decken- oder Enabled-Lautsprecher. Die „Heights“-Alternative taucht auf offiziellen Informationsseiten daher auch praktisch an keiner einzigen Stelle auf – was letztlich sogar dazu führte, dass in manchen Foren vehement bestritten wird, dass Dolby überhaupt Heights-Lautsprecher zulässt. Dies ist aber nicht korrekt.

In den offiziellen Atmos-Guidelines macht Dolby auch Angaben zum Einsatz von Height-Lautsprechern.
In den offiziellen Atmos-Guidelines macht Dolby auch Angaben zum Einsatz von Height-Lautsprechern. © Bild Dolby

Tatsächlich reicht ein Blick in die offiziellen Atmos-Richtlinien (als PDF einsehbar), um zu sehen, dass darin ab Seite 33 die Aufstellung von Heights-Lautsprechern durchaus beschrieben wird.

Da Height-Lautsprecher aber praktisch nur als Alternative zu richtigen Deckenlautsprecher gedacht sind, sieht Dolby keine Kombination von Heights und Deckenlautsprechern (für eine dritte Ebene) vor, wie Auro-3D sie kennt.

Die Nutzung von Heights ermöglicht es aber immerhin, das 3D-Sound-Formate zusammen mit Auro-3D (und DTS:X) zu nutzen. Verwendet man Deckenlautsprecher, kann man Auro-3D-Abmischungen darüber hingegen nicht wiedergeben.

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