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„Advanced HDR by Technicolor“: Die wichtigsten Infos zum (fast) unbekannten HDR-Format

„Advanced HDR by Technicolor“: Die wichtigsten Infos zum (fast) unbekannten HDR-Format

Ab und an taucht das von Technicolor entwickelte Verfahren zur Übermittlung und Wiedergabe von Videos mit erhöhtem Kontrastumfang in Ankündigungen auf. Ich habe mir auf dem MWC angeschaut, was hinter dem Format steckt.

HDR10, Dolby Vision, HLG und HDR10+: Wer sich mit der Speicherung, Übertragung und Wiedergabe von – in der Regel hochaufgelösten – Videos mit erhöhtem Kontrastumfang auch nur im Ansatz beschäftigt, trifft immer wieder auf diese vier Formate. Gelegentlich taucht in Pressemitteilungen aber noch ein weiteres Format namens „Advanced HDR“ auf – zuletzt etwa bei der Ankündigung der neuen LG-TV-Generation. Nähere Erläuterungen gibt es üblicherweise nicht, ebensowenig einen Hinweis, wo man passendes Material bekommen könnte.

Als ich zwischen zwei Terminen auf dem Mobile World Congress kam ich am Besprechungsraum von Technicolor vorbeikam, klopfte ich daher einfach einmal an die Tür und bat um mehr Informationen. Hier nun die Zusammenfassung der wichtigsten Punkte zu Advanced HDR:

* Auch wenn das Format „Advanced HDR by Technicolor“ oder auch „Technicolor HDR“ genannt wird, sitzt Philips als Partner mit im Boot.

* Advanced HDR zielt aktuell auf den Broadcasting-Bereich ab. Auf dem MWC treffen sich die Entwickler mit Sendern, um ihnen ihr HDR-Format schmackhaft zu machen; Verbreitungswege wie Ultra HD Blu-ray oder Videostreaming sind in Barcelona kein Thema.

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* Damit ist auch klar, dass Advanced HDR gegen HLG (Hybrid Log-Gamma) antritt, das praktisch alle aktuellen UHD-Fernseher unterstützen und bei Sky für die zukünftige 4K/HDR-Übertragung in den Startlöchern steht.

* Wie HLG soll auch das neue Format abwärtskompatibel zu SDR sein. Laut Entwickler habe man eine Lösung gefunden, um die Bilddaten für SDR und HDR in einem einzigen Datenstrom zu übertragen. Eine hybride Lösung wie HLG, bei dem der untere Teil der Übertragungsfunktion eine typische Gamma-Kurve des aktuellen REC709-Standards ist, während in der oberen Hälfte eine Log-Funktion “angeklebt” wird, verwende man aber nicht.

* Während HLG statisch arbeitet, bietet das neue Format laut Angaben von Technicolor individuelle Metadaten. Die maximale Spitzenhelligkeit liege zudem wie bei HDR10 und Dolby Vision bei 10.000 Nits, während bei HLG bereits bei 1000 Nits das Maximum erreicht sei.

* Laut Technicolor käme es bei HLG bei der der SDR-Wiedergabe zudem zu Farbverfälschungen, die beim eigenen Formaten nicht auftreten würden.

* In den USA wurden erfolgreich 4K-Testübertragungen mit Advanced HDR durchgeführt; das Format ist zudem bereits Teil des Rundfunkstandards ATSC 3.0. Hinsichtlich einer Aufnahme in die DVB-Spezifikation stünde man aktuell mit dem zuständigen Konsortium in Kontakt.

* Die Übermittlung der Advanced-HDR-Daten über HDMI ist in dessen aktueller Version 2.1 spezifiziert.

Zum Abschluss präsentierten die Entwickler noch den Prototyp einer Settop-Box für Advanced HDR, bei dem sich die Bildausgabe an der Spitzenhelligkeit des angeschlossenen Fernsehern auf Knopfdruck anpassen ließ. Das funktionierte bei der Vorführung sehr gut. Ein Wermutstropfen: Der Sender kann am Ende entscheiden, ob er diese Funktion sperrt.

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