DIE ANGEBOTE DES TAGES
ANZEIGE
D.K. Tril. (UHD)
Forza H. 4 (Xbox)
Peter Hase (UHD)
Blues Broth. (CE)
J. Bourne (SB)
Stravinsky.
Ich - einf. 3
Fifty Sh. 2 (DB)
Paddington 2
FF8 (UHD)
34,97 Euro
33,00 Euro
22,97 Euro
74,58 Euro
9,97 Euro
26,94 Euro
7,97 Euro
11,97 Euro
7,97 Euro
19,97 Euro


CES-Preview – Teil 2: Was dürften wir bei HDR10+ erwarten?

CES-Preview – Teil 2: Was dürften wir bei HDR10+ erwarten?

Im zweiten Teil werfe ich einen Blick auf das dynamische HDR-Formate HDR10+, mit dem Samsung, Panasonic und Philips gegen Dolby Vision antreten. Eines vorweg: Die CES bietet dafür nicht die beste Bühne.

Ich hoffe, Ihr habe Weihnachten gut überstanden, seid gut ins neue Jahr gekommen – und nun ganz gespannt, was auf der anstehenden CES in Las Vegas in Sachen Heimkinotechnik an Neuheiten präsentiert wird.

Nachdem es im 1. Teil meiner CES-Preview ganz allgemein um die AV-Schnittstelle HDMI in der Version 2.1 ging, dreht sich dieser Teil um Videobilder mit erhöhtem Kontrastumfang (High Dynamic Range) in dem von Samsung entwickelten Formate HDR10+.

Grundlagen

Da vielleicht noch nicht jeder voll im Thema ist, vorab eine kurze Zusammenfassung der aktuellen Lage: Die TV-Hersteller sind sich einig, dass das aktuell üblicherweise auf Ultra HD Blu-ray genutzte Verfahren zur Speicherung und Übertragung von Videobildern mit erhöhtem Kontrastumfang namens „HDR10“ keine endgültige Lösung ist.

ANZEIGE

Dafür gibt es vor allem zwei Gründe: HDR10 ist ein statisches Verfahren, weshalb Studios nur einmal für den gesamten Film festlegen können, wie das Bild aussehen soll. Bei einem dynamischen Verfahren ist dies Szene für Szene oder gar Bild für Bild möglich.

Bei HDR10 liegt die Spitzenhelligkeit zudem aktuell häufig um 1000 Nits (was Samsung und Fox bei der Vorstellung von HDR10 sogar betonten). Mit fortschreitender Entwicklung der TV-Technik wird dies zum Problem: Entweder nutzen dann Scheiben die Möglichkeiten neuer TVs nicht aus oder neuere Discs sehen auf älteren HDR-TV nicht gut aus. Dynamische Verfahren arbeiten generell mit höheren Spitzenhelligkeiten von beispielsweise 4000 Nits und bieten damit mehr Reserven für kommende Entwicklungen.

[Update: Aussage zu 1000 Nits konkretisiert.]

Konkurrierende Lager

Dolby bieten seit einiger Zeit sein proprietäres dynamisches Verfahren „Dolby Vision“ als Lösung an, das im Heimkino unter anderem von LG, Sony, Loewe und – auf Playerseite – von Oppo unterstützt wird. Bislang sind hierzuande 16 Titel auf Ultra HD Blu-ray mit Dolby Vision erhältlich beziehungsweise angekündigt, daneben finden sich entsprechende Filme bei Videostreaming-Anbietern wie Apple iTunes und Netflix.

Auf der CES 2017 präsentierte Dolby unter anderem einen Dolby-Vision-tauglichen UHD-BD-Player von Philips USA.

Auf der CES 2017 kündigte Samsung ein eigenes, praktisch lizenzfreies dynamisches Verfahren an. Dessen (vorläufiger?) Name „HRD10+“ zeigt an, dass das Verfahren eine Farbtiefe von 10 Bit bietet, während Dolby Vision mit bis zu 12 Bit wirbt. Auf der IFA folgten dann Erklärungen von Panasonic, Philips Europa und 20th Century Fox, HDR10+ ebenfalls unterstützen zu wollen. Ende Dezember startete Amazon Video in Deutschland den HDR10+-Regelbetrieb für Samsung-TVs des Modelljahres 2017.

Erwartungshaltung

Verständlicherweise erwartet die Technikwelt nun in Las Vegas neue Entwicklungen bei HDR10+. Tatsächlich liegen aber einige Stolpersteine im Weg.

So lassen sich die Metadaten von HDR10+ offiziell über HDMI erst ab der Version 2.1 übertragen, dessen Spezifikationen aber gerade erst veröffentlich wurde. Das Problem ist hier die breite Verfügbarkeit der passenden Chips, wie ich dies bereits im 1. Teil der CES-Preview beschrieben hatte.

Dolby entwickelte ein Workaround, mit dem sich die Metadaten seines Formats auch über HDMI 2.0 übertragen lassen. Von Seiten des HDR10+-Lagers hieß es dazu, man wolle eine solche Möglichkeit ebenfalls prüfe. Andernfalls würden sich die HDR10+-Fähigkeiten erhältlicher 4K-TVs bestenfalls auf die Wiedergabe von Videostreams mit HDR10+ beschränken.

ANZEIGE

Damit nicht genug: Im Unterschied zu Dolby Vision ist HDR10+ bislang nicht einmal für die Ultra HD Blu-ray spezifiziert. Da dies nun nur noch als zusätzliches Format möglich wäre, müsste jede UHD-BD stets (wie auch im Falle von Dolby Vision) zusätzlich noch die HDR10-Metadaten enthalten.

CES – ein schwieriges Pflaster für HDR10+

Der beste Fall für Samsung wäre folglich, die Aufnahme in die UHD-Spezifikation bekanntgeben zu können, sowie mit Fernsehern, mindestens einem Player und einem Workaround für ältere TV-Modelle auf der CES-Bühne zu stehen – flankiert von entsprechenden Ankündigungen der Partner Panasonic und Philips. Doch schon der letzte Teil dürfte sich in Las Vegas bestenfalls nur zu einem Teil realisieren lassen.

Das erste Problem: Samsungs europäische Partner Philips hat nichts mit Philips USA zu tun. Tatsächlich ist Philips eine Marke, die in den beiden Regionen unterschiedliche Firmen nutzen: TPVision in Europa und Funai in den USA – und Philips USA steht ausgerechnet im Dolby-Vision-Lager.

Bei Panasonic sieht es nicht viel besser aus: Zwar ist das in den USA dasselbe Unternehmen wie in Europa, allerdings hat Panasonic in den USA den Verkauf von Fernsehern eingestellt. Damit ist fraglich, welchen Raum die Firma dem Thema noch in Las Vegas einräumen möchte.

In den vergangenen Jahren hielt Panasonic stets ein kleines Event für die europäische Presse ab, um diese über die kommenden Produkte auf ihren Heimatmärkten zu informieren. Nachdem ich in den vergangenen Jahren regelmäßig Einladungen zu diesem Event bekommen habe, ist in diesem Jahr bislang nichts eingetroffen. Damit nicht genug: Eine Einladung zu einem Gespräch mit deutschen Pressevertretern des Unternehmens an mich und andere Journalisten wurde wieder zurückgezogen. Gründe dafür nannte Panasonic nicht. Insofern wird man abwarten müssen, welchen Raum Fernseher bei der Panasonic-Pressekonferenz überhaupt einnehmen werden.

ANZEIGE

Auch die Blu-ray Disc Association (BDA) hat bislang keine Veranstaltung eingetragen, auf der sie die Erweiterung der UHD-BD-Spezifikation bekanntgeben könnte. Aber dies ließe sich natürlich auch in der Samsung-Pressekonferenz einbauen.

Und schließlich bleibt die Frage, ob sich 20th Century Fox in der nächsten Zeit noch einmal öffentlich zu HDR10+ äußert. Immerhin ist das Studio Teil des Disney-Deals um die Übernahme von 21st Century Fox. Und Disney ist bekanntlich ein Dolby-Vision-Unterstützer. Aktuell halte ich es für wahrscheinlich, dass sich künftig alle Hollywood-Studios in Wanrers Fußstapfen treten und ebenfalls erklären, dass sie sich nicht von Dolby Vision abkehren, HDR10+ aber offen gegenüberstehen und hoffen, dass man beide dynamischen Formate (plus HDR10) auf kommende UHD-Blu-ray wird unterbringen können.

3 Comments

  1. Inhaltlich interessant. Allerdings finde ich drei Werbeanzeigen und einige Rechtschreibfehler nicht dem qualitativen Anspruch eines Journalisten entsprechend.

    Reply
    • Hallo Karl,
      vielen Dank für Deine Kritik. Ich hoffe, dass ich mittlerweile alle Rechtschreibfehler beseitigt habe.

      Zu den Werbeanzeigen: Auch wenn sich meine hauptberufliche Tätigkeit zum Teil mit dem Thema dieser Seite überschneidet, ist dies ein rein privater Blog. Die Beiträge fertige ich in meiner Freizeit an und die Seiten befinden sich auf einem von mir privat bezahltem Serverplatz. Der Blog wird in keinster Weise von irgendeiner Person oder irgendeinem Unternehmen finanziell unterstützt – und das finde ich auch gut so. Ich lasse mich weder dafür einspannen, positiv über ein Produkt zu schreiben, noch dafür, irgendeine Technik niederzuschreiben. Ich habe mich auch entschieden, keine nervigen Werbeeinblendungen zu nutzen, die die Leser erst wegklicken müssen. Stattdessen setze ich auf Affiliate-Link – und wer auf diese nicht klicken möchte, soll dies auch nicht tun.

      Es ist schade, dass Du die drei Anzeigen als störend empfindest. Ich halte sie aber bei der Länge des Textes für vertretbar. Ein üblicher Beitrag hat lediglich einen Werbebanner. (Zum Vergleich: Auf einer anderen Heimkino-Seite werden bei einer Meldung von 2 kurzen Absätzen – geschätzt 1/8 des Textes dieses Artikels – sage und schreibe 10(!) Werbebanner eingeblendet. 🙂 )

      Reply
      • Danke für die ausführliche Rückmeldung.

        Reply

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*