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IMAX Enhanced: Liste der unterstützen Receiver – und meine Einschätzung zum neuen DTS:X-Codec (Update)

IMAX Enhanced: Liste der unterstützen Receiver – und meine Einschätzung zum neuen DTS:X-Codec (Update)

Nach der gestrigen Ankündigung von IMAX und DTS, dass es im Rahmen des neu gestarteten „IMAX Enhanced Program“ einen neuen, „speziellen“ DTS:X-Codec geben wird, habe ich einmal meine Denkmurmel in Gang gesetzt.

Am gestrigen Dienstagnachmittag kündigten IMAX und DTS den Start des neuen „IMAX Enhanced Program“ an (siehe Bericht). Auf den ersten Blick erscheint dieses Programm wie ein Gütesiegel mit Zertifizierung à la THX. Wirklich überraschend ist jedoch, dass in der Pressemitteilung von einem neuen „speziellen“ DTS:X-Codec die Rede ist, der per Firmware-Update für ausgewählte Audio/Video-Receiver nachgereicht wird.

Grobi.TV hat mittlerweile eine Liste von Receivern veröffentlicht, die das Update erhalten sollen:

* Denon AVR-X4500, AVC-X6500 – Januar 2019
* Denon AVC-X8500 – Oktober 2018
* Marantz SR 6013, SR 7013, AV 7705 – Januar 2019
* Marantz AV 8805 – Oktober 2018

Mein Tipp zum Codec

Informationen, was den neuen DTS:X-Codec so speziell macht, gab es hingegen bislang nicht. Daher habe ich mich einmal in Ruhe hingesetzt und überlegt, welche Funktion anhand der vorliegenden Fakten Sinn ergeben würde und welche nicht – und ich bin tatsächlich zu einem Ergebnis gekommen, für das viele Indizien sprechen. Doch vorab ein Disclaimer:

Die nachfolgenden Aussagen basiert rein auf Analysen und Vermutungen meinerseits. Weder einer der beteiligten Firmen noch ein Händler hat mich bislang mit konkreteren Informationen versorgt. Folglich ist meine Annahme reine Spekulation – und kann völlig falsch sein.
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Nun aber zu meiner Einschätzung:

Meiner Meinung nach ist das besondere an dem neuen Codec, dass er eine dritte Ebene für DTS:X bringt – in Form eines Voice-Of-God-Channels unter der Decke und eventuell eines Hight Center über dem gewöhnliche Center.

Die Indizien:

1. DTS:X wurde ursprünglich mit VoG und Height Center präsentiert

DTS veröffentlichte auf Twitter ein Bild eines DTS:X-Demoraums - mit Heights (inklusive Höhenlautsprecher über dem Center) und Deckenlautsprecher.
Ein im Herbst 2015 von DTS auf Twitter veröffentlichte Foto hatte einen DTS:X-Heimkino-Demoraums mit einem Voice-Of-God-Channel unter der Decke und Height Center zusätzlich zu den üblichen Heights-Lautsprechern gezeigt (siehe nebenstehendes Bild). Dieses Lautsprecher-Setup war in der finalen Firmware dann jedoch nicht mehr enthalten. Wie Dolby Atmos bedient DTS:X somit aktuell nur zwei und nicht drei Ebenen.

Ich gehe davon aus, dass DTS seinerzeit die Entwicklung des VoG-Kanals gestoppt hat, weil dem Unternehmen schlicht die Zeit weglief. Zur Erinnerung: Auro-3D und Dolby Atmos waren bereits gestartet und DTS musste schnell nachliefern. DTS hat aber bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass sie einen Codec nachträglich um weitere Kanäle erweitern können – bei DTS-ES Discrete 6.1.

2. Das IMAX-Lautsprecher-Setup stimmt mit dem von Auro überein

Als IMAX 2014 sein eigenes 11.1-Sound-System für Kinos vorstellte, fiel vielen sofort auf, dass dessen Setup der 11.1-Lautsprecher entsprach, das Auro und Barco entwickelt hatten – als 5.1 auf der unteren Ebene, vier Höhenlautsprechern an der Wand unterhalb der Decke, einem Height Center und einem VoG-Kanal an der Decke.

IMAX könnte über das Enchanced-Programm also sein 11.1-System ins Heimkino bringen, das Sytem wäre aber mit den heutigen Anlagen abwärtskompatibel. Dies entspricht der Aussage in der Pressemitteilung, dass man den IMAX-Enhanced-Soundtrack auf gewöhnlichen Anlagen hören könne, aber eben mit eingeschränkter Güte.

Update: An dieser Stelle ist mir ein Fehler unterlaufen. Tatsächlich hat IMAX am Ende das ursprünglich angekündigte 11.1-System nicht genommen, sondern ein 12.0-System. Ich habe daher ein Update zu diesem Bereich gemacht, den ihr in einem eigenen Bericht findet.

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3. Die Auswahl der unterstützten Receiver

Für meine Annahme spricht meiner Meinung nach auch, welche Audio/Video-Receiver unterstützt werden. Erster und bislang einziger Partner ist Sound United mit dessen Marken Denon und Marantz. Sony Electronics wird zwar als weiterer Partner genannt, Hinweise auf AV-Receiver von diesem Unternehmen gibt es aber nicht. Insofern könnte sich die Nennung hier auch auf Fernseher beziehen.

Für Denon und Marantz wäre die Unterstützung von DTS:X 11.1 hingegen ein logischer Schritt: Sie haben bereits für Auro-3D AV-Receiver und -Vorverstärker mit VoG-Unterstützung im Programm – und es gibt eben auch Kunden, die sich eine passende Anlage aufgebaut haben und nun auf Inhalte warten. Von Auro kommt aber wenig. Eine Erweiterung auf DTS:X mit drei Ebenen (auch wenn diese objekt- statt kanalbasiert wäre) würde daher für Sound United ein Mittel der Kundenbindung.

DTS veröffentlichte auf Twitter ein Bild eines DTS:X-Demoraums - mit Heights (inklusive Höhenlautsprecher über dem Center) und Deckenlautsprecher.
Schaut man sich die Liste mit den unterstützen Receivern oben an, fällt zudem auf, dass es sich nicht nur um neue Modelle handelt, die einen passenden digitalen Signalprozessor (DSP) eingebaut haben dürften. Es handelt sich auch durch die Bank weg um Modelle, die eine 11.2-Kanal-Verarbeitung beherrschen. Manche haben bereits alle dafür nötigen Endstufen eingebaut, bei einigen lassen sich dafür zusätzliche Verstärker anschließen. Aber bei allen wäre es möglich, die genannte Lautsprecher-Konfiguration zu realisieren.

PS: Sollte meine Analyse korrekt sein, halte ich auch die aktuelle Abwesenheit anderer AV-Receiver-Hersteller wie Onkyo, Pioneer und Yamaha für nachvollziehbar. Diese Firmen haben bislang schon nicht Auro-3D unterstützt und somit auch keine Unterstützung für eine dritte Ebene. Mit der Einführung eine VoG-Kanals müssten sie für bestimmte Geräte somit ihre Zielgruppenausrichtung ändern. Hinzu könnten technische Gründe kommen: Denon und Marantz nutzen in ihren besseren Modellen Prozessoren von Analog Devices, während die anderen Firmen auf Chips von Cirrus Logic und Texas Instruments setzen. Die passende Decoder-Firmware könnte noch nicht bereitstehen.

4. Die Filmstudios

An Bord sind bei IMAX Enhanced bislang zwei Filmstudios: Paramout Pictures, das bereits einige DTS:X-Filme auf Disc herausgebracht hat, und Sony Pictures. Letzteres ist deshalb spannend, weil dessen Home-Entertainment-Sprarte in der Vergangenheit Scheiben mit Auro-3D-Soundtracks veröffentlicht hat – und daher sowohl die Produktionstechnik als auch die Erfahrung hat, um 11.1-Soundtracks zu mixen.

Ein Wechsel von Auro-3D auf DTS:X wäre auch nachvollziehbar, weil DTS:X vor allem auf dem Heimatmarkt USA wesentlich stärker vertreten ist als Auro-3D – und daher auch eine entsprechend höhere Zugkraft besitzt. Zur Erinnerung: Sony Pictures Home Entertainment hat Titel, die in Europa mit Auro-3D-Sound erschienen sind, in den USA bislang stets mit Atmos-Abmischung auf den Markt gebracht.

Damit schließe ich meine Einschätzung – und bin jetzt sehr gespannt, was Ihr davon haltet. Schreibt dazu einfach unten einen Kommentar, wenn Ihr mögt.

© Bild Xperi/IMAX. Alle Rechte vorbehalten.
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Alle Angaben ohne Gewähr.

3 Comments

  1. Ich denke mir grad nur: Verdammt, erst mein aktuelles Setup wieder teil ausgebaut / aktualisiert, jetzt geht der Spass weiter (man wird nie fertig) ;).

    Spass beiseite: Klingt für mich nachvollziehbar was du schreibst. Interessant wäre dann noch ob man über Konfigurationsmöglichkeiten ala „Dolby Enabled“ Speakers von dts spekulieren mag, grade wenn dann doch der Raum für mehr LS zu klein wird.

    Und wie sich tatsächlich dann eine 3 dritte Ebene wirklich für den Hörer darstellt, aber das steht dann auf einem anderen Blatt.
    Ich bin eher gespannt ob dts mit dem Schritt auch bald mal was davon hören lässt, dass sie mit dts:x auch Richtung objektbasiertem Sound im Gaming Bereich voran gehen oder nicht, war ja Spekulation Richtung Sony Playstation.

    Reply
  2. Was seitens Sound United / Denon nervt, ist dass nur das Modelljahr 2018 bedacht wird. Auch aus dem 2017er Modelljahr gibt es ab dem 4400er Geräte, die Auro können und (der 4400er mit weiteren externen Endstufen) auch 11 Kanäle ansteuern. Sehr enttäuschend und möglicherweise rein produktpolitisch ud nicht hardwaretechnisch entschieden, da das Modelljahr 2018 ansonsten wenig Neuerungen drauf hat?!

    Reply
  3. If this is all IMAX Enhanced is besides nasty edge enhancement baked into the 4k disc masters (for a „sharper“ image like theatrical IMAX upscaling), then they can stop right now.

    Proper Dolby Atmos with object based encoding (24.1.10), unlike Disney’s fixed speaker print-outs, is still far superior to DTS’s newly re-marketed 11.1 fixed immersive codec.

    Reply

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