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ÜBERSICHTSTABELLEN:

Review „Planet 4K: Unsere Erde in Ultra HD“

Review „Planet 4K: Unsere Erde in Ultra HD“

Am morgigen Freitag bringt Busch Media die Dokumentation auf zwei Ultra HD Blu-rays heraus. Enthalten ist darauf unter anderem eine 4K50-Produktion. Ich habe schon einmal einen Blick darauf geworfen.

Am 15. November veröffentlicht Busch Media hierzulande das 4-Disc-Set „Planet 4K: Unsere Erde in Ultra HD“ mit zwei Dokumentationen, jeweils auf Ultra HD Blu-ray und Blu-ray Disc. Ich hatte bereits die Gelegenheit, einen kurzen Blick auf die Scheiben zu werfen und werde nachfolgend meine Eindrücke wiedergeben.

Was wird geboten?

Wie bereits angesprochen, besteht „Planet 4K“ aus zwei Dokumentationen – zum einen über Südamerika, zum anderen über Südostasien. Insofern ist „Planet 4K“ als etwas irritierend, vor allem in Verbindung mit dem Untertitel „Die komplette Serie“. Ich befürchte, dass hier mancher Kunde etwas anderes erwarten und schon aus diesem Grund etwas enttäuscht sein wird.

Auch wenn „Planet 4K“ nur zwei Gebiete der Erde vorstellt, handelt es sich nicht um ein Kurzfilm-Programm. Beide Dokumentationen sind ihrerseits je in zwei Teile aufgeteilt, die jeweils zwischen 47 und 53 Minuten lang sind. Jede Scheibe kommt also auf eine Laufzeit von über 1,5 Stunden.

Was bedeutet 4K50 beziehungsweise HFR?

Entstanden sind beide unter der Regie des Dokumentarfilmers von Alexander Sass, der schon den Busch-Media-Titel „Namibia: Spirit Of Wilderness“ verantwortet hat. Der stach unter anderem dadurch hervor, dass er in 4K50 produziert und so auch auf die 4K-Blu-ray gespeichert wurde. Dies ist diesmal wieder der Fall, allerdings nur bei der Dokumentation über Südamerika. Die Doku über Südostasien kommt in 4K24 daher.

Zum Verständnis: Erst mit der Ultra HD Blu-ray wurde die Möglichkeit geschaffen, Videos mit einer „High Frame Rate“ (HFR) von 50 (Europa) beziehungsweise 60 (USA) Vollbildern pro Sekunde auf Disc zu speichern und von dort abzuspielen. Die Blu-ray Disc kannte nur 24 Vollbilder pro Sekunde, entsprechend dem Kinostandard, und 50 oder 60 Halbbilder pro Sekunde (Zeilensprungverfahren, Interlaced).

Eine Produktion mit 50/60 Halbbildern hat den Nachteil, dass bei schnellen Bewegungen Artefakte auftreten können, weil sich die zeitlich leicht aufeinander liegenden Halbbilder nicht perfekt zu einem Vollbild zusammenfügen lassen. Bei der Produktion im Kinostandard 24p treten solche Bildartefakte zwar nicht auf, bei schnellen Schwenks kann es aber zu sichtbaren Rucklern kommen.

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Wie ist das Bild?

Im ersten Teil der Südamerika-Dokumentation geht es von Ecuador über Peru nach Bolivien – mit zahlreichen Naturaufnahmen, aber auch vielen Szene in Dörfern und Kirchen. Gerade bei Aufnahmen auf Märkten, von Kleidung und Gebäuden ist das Bild äußerst farbenfroh, auch wenn das Video nur einen gewöhnlichen Farbraum abbildet und nur einen Standard-Kontrastumfang (SDR) bietet. Persönlich waren mir Hauttöne an zwei, drei Stellen schon etwas zu kräftig, insgesamt macht das Bild (übrigens wie bei der zweiten Doku im Verhältnis 2,35:1) mit seinen satten Farben aber einen wirklich guten Eindruck.

Mit weniger Farben, aber guter Detailauflösung kommt der 2. Teil daher, der den Zuschauer von Chile nach Patagonien führt. Mein persönliches Highlight sind hier die Bilder aus Santiago de Chile, wo unter anderem in einer Markthalle und in einer Kirche gedreht wurde. Ab und an habe ich an dieser lediglich bedauert, dass kein HDR-Bild geboten wird – und dass die Nachtaufnahmen nicht etwas länger geworden sind. Die zahlreichen Kamerafahrten wissen in beiden Teilen zu gefallen.

Auf die Unterschiede habe ich natürlich auch besonders im Vergleich zur Dokumentation über Südostasien in 4K24 mit 24 Vollbildern pro Sekunde geachtet, die im 3. Teil von Myanmar nach Kambodscha und im 4. Teil durch Vietnam führt. Anzumerken ist dabei, dass Alexander Sass clever genug war, bei der 4K24-Produktion nicht zu viele Kamerafahrten und vor allem keine hektischen Schwenks auszuführen.

Gerade beim 4. Teil ab 6:00 Minuten, wo kleine Schiffe über ein Delta schippern, während die Kamera schwenkt, sind auf meinem LG-TV (C8) aber Mikroruckler zu erkennen. Nichts, weshalb man gleich vor Entsetzen in den Fernseher springt, aber im Vergleich zu den 4K50-Aufnahmen der andere Disc doch merkbar. Natürlich habe ich die Zwischenbildberechnung meines Fernsehers deaktiviert.

Bildmäßig fällt die 2. Disc aber auch deshalb ab, weil sie weder Farben noch Kontraste so kräftig zeigt wie die erste Dokumentation. Und das gilt durchgehend für die ganze Südostasien-Dokumentation.

Wie ist der Ton?

Hinsichtlich des Tons ist „Planet 4K“ vergleichsweise unspektakulär. Geboten wird Stereoton im Format DTS-HD Master Audio, wahlweise mit einem deutschen oder einem englischen Sprecher. Schaltet man beispielsweise DTS:Neural X als Upmixer ein, verteilt sich die Musik (erwartungsgemäß viel indigene Musik bei einer Reportage über Südamerika und Inkas) schön im Raum.

Apropos Sprecher: Für die deutsche Fassung konnte Sebastian Lohse gewonnen werden, der auf einige Erfahrung als Sprecher von Hörspielen, Dokumentationen und Imagefilmen zurückblicken kann und der die Aufgabe hier souverän meistert.

Wie ist der Inhalt?

Angelegt ist die Dokumentation praktisch als Roadtrip, bei dem der Sprecher dem Zuschauer Informationen zur Region, deren Geschichte, zu Bauwerken und zur Kultur der Einheimischen vermittelt. Immer wieder werden dabei spezielle Bereiche und Projekte kurz herausgegriffen, etwa die Zubereitung von Speisen, die Tätigkeit von Webern oder das Treiben auf Märkten. Das klappt insgesamt recht gut: Der Zuschauer bekommt eine Reihe interessanter Eindrücke, mit den angesprochenen Schlaglichtern kommt auch keine Langeweile auf.

Persönlich bin ich allerdings ein Fan von Reportagen, bei denen kleine Geschichten rund um interessante Personen erzählt werden. Das kommt mir hier leider etwas zu kurz. Am ehesten deutet sich dies noch bei der Geschichte um das Dorf der Weber an. Geholfen hätte hier schon eine klare Vorstellung der Einheimischen, die in die Kamera sprechen.

Etwas störend fand ich schließlich an der Südostasien-Dokumentation, dass die Dokumentarfilmer selbst an einigen Stellen unvermittelt im Bild auftauchen. An einer Stelle führt einer von ihnen auch ein kurzes Interview. Aus redaktioneller Sicht halte ich das problematisch, da die Person nicht eingeführt wird und daher leicht vom Inhalt ablenkt. Hier hätten die Filmemacher meiner Meinung nach konsequenter sein müssen, indem sie anfangs die Person klar vorstellen und dann auch im Laufe der Doku mal handeln lassen. So ist es nichts Halbes und nichts Ganzen. Andererseits ist es aber auch nicht so, dass es mir jetzt die ganze Dokumentation verdorben hätte.

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Fazit

Am ehesten als Demomaterial eignet sich der erste Teil der Südamerika-Dokumentation, die ein scharfes, oft farbenfrohes 4K-Bild mit einigen schönen Kamerafahrten und Totalen bietet. Hier zahlt sich die Produktion in 4K50 wirklich aus. Alles in allem reicht die Bildqualität damit in den guten bis sehr guten Bereich.

Die Südostasien-Dokumentation fällt dagegen stark ab – blasserer Farben, weniger Kontrast, mehr Bewegungsunschärfen – nicht nur bei Kamerafahrten, sondern auch bei Objekten, die sich im Bild bewegen. So ist das Gesamtergebnis eher befriedigend.

Erst nach dem Ende meiner Bewertung habe ich übrigens das Review von Timo Wolters auf dessen Website Blu-ray-Rezensionen.net, das natürlich (wie man es von Timo kennt) wesentlich ausführlicher ist, aber (ohne zuviel zu verraten) von meinem Eindruck nicht allzu weit entfernt liegt.

Wer die Disc erwerben möchte, erhält sie beispielsweise bei Amazon unter:

Planet 4K - Unsere Erde in Ultra HD (Ultra HD Blu-rays, inkl. Blu-rays)

An dieser Stelle Dank an Simon Busch und Busch Media für das Rezensionsexemplar.

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