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„Yamaha-Receiver mit Auro-3D“: Soviel Wahrheit steckt wirklich hinter dem Aprilscherz

„Yamaha-Receiver mit Auro-3D“: Soviel Wahrheit steckt wirklich hinter dem Aprilscherz

Am 1. April nahm Germain Delagardelle manchen User seiner Facebook-Gruppe auf den Arm. Doch was kaum einer ahnt: Die Behauptung, Yamaha und Auro-3D passen zusammen, hat Substanz.

Jedes Jahr versuchen Betreiber von Newsportalen und Gruppen ihre Besucher beziehungsweise Mitglieder am 1. April reinzulegen. Oft ist schon der Ansatz eher müde und leicht zu durchschauen. Germain Delagardelle, Admin der Facebook-Gruppe „Austausch, Wissen und Erfahrungen über Dolby Atmos, Auro 3D, DTS:X und 4K“ (in der ich Co-Moderator bin) ist aber ein recht guter April-Scherz gelungen – mit der Behauptung, dass sein AV-Vorverstärker Yamaha CX-A5100 mit einer Beta-Firmware nun in der Lage sei, Auro-3D-Soundtracks abzuspielen.

Der Scherz war umso gelungener, da Germain – vorsichtig ausgedrückt – nicht gerade ein Verfechter von Auro-3D ist. Auf jeden Fall erhielt er auch einige Mitteilungen mit der Bitte um mehr Informationen, wie man an diese tolle Firmware denn herankomme.

Was nun die wenigsten ahnen dürften: Der Aprilscherz hat einen „seriöseren“ Kern, als man vielleicht glauben mag. Aber der Reihe nach…

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Zunächst einmal muss man sich klar machen, dass die „Decoder“ für die verschiedenen 3D-Sound-Formate in den AV-Receivern und -Vorverstärkern nichts anderes sind als spezielle Chips – sogenannte DSPs, also Digitale Signalprozessoren. Auf denen laufen (stark vereinfacht gesprochen) Programme mit den Algorithmen von Auro Technologies, Dolby oder DTS.

Im 3D-Sound-Bereich sind drei verschiedene DSP-Hersteller, namentlich Analog Devices (AD), Cirrus Logic (CL) und Texas Instruments (TI).

Deren Chips unterscheiden sich nach übereinstimmender Aussage von Branchenkennern in ihrer Leistungsfähigkeit, dem Service, den die DSP-Hersteller gegenüber den AV-Receiver-Herstellern bieten und letztlich auch hinsichtlich des Preises. Einige der DSP-Hersteller bieten auch DSPs verschiedener Leistungsstufen an.


Im Gespräch mit Auro-Technologies-CEO Wilfried van Baelen

Ohne irgendeine Wertung vorzunehmen, kann man feststellen, dass aktuell Prozessoren von CL vor allem in Geräten der Einstiegsklasse zu finden sind, etwa bei Denon/Marantz oder bei Onkyo. Yamaha setzt hingegen auf DSPs aus dem Hause TI. Denon und Marantz nutzt wiederum AL-Chips in seinen Modellen der Ober- und Referenzklasse. Analog Devices ist seit langer Zeit Partner von Auro Technologies und bot daher von Beginn an DSPs an, die auch Auro-3D dekodieren konnten. Alle drei DSP-Anbieter haben Modelle für Dolby Atmos und DTS:X im Sortiment.

Auros neuer Partner…

Doch hinsichtlich Auro-3D ist die Einteilung zwischen Analog Devices auf der einen und Cirrus Logic auf der anderen Seite bereits seit einiger Zeit nicht mehr korrekt. So erzählte mir in einem persönlichen Gespräch Auro-CEO Wilfried van Baelen nämlich bereits auf der CES 2017, dass man zusammen mit den Entwicklern von Texas Instruments eine Lösung gefunden habe, um Auro-3D mit TI-DSPs zu dekodieren. Klar wurde in diesem Gespräch, dass dies mit den (damals) kommenden Prozessoren von TI möglich sein würde – nicht klären ließ sich indes, ob auch bereits ausgelieferte Chip mit einem Update fit für Auro-3D gemacht würden können.

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Auf Seite 8 der Februar-Ausgabe 2017 schrieb das US-Magazin Widescreen Review passend dazu:

While several manufactures of surround processors now only provide Dolby ATMOS and DTS: X processing, soon all manufactures of surround processors and receivers will be able to also include Auro-3D Immersive Sound processing, as Texas Instruments has now finalized and is licensing manufactures its chipset…

(wer übrigens glaubt, dass dieser Bericht nur eine Fortsetzung von Germains Aprilscherz ist, kann sich eine der folgenden Seiten anschauen, auf denen diese Meldung seinerzeit diskutiert wurde: 1, 2, 3, 4)

Der offensichtlichste Kandidat, einen AV-Receiver mit Auro-3D-Decoder herauszubringen, war nun ohne Zweifel Yamaha, da das Unternehmen nun einmal bereits TI-Chips in seine Geräte einbaut. Hallo Germain! 😀


Bei seinem Aprilscherz hatte Germain behauptet, der Yamaha CX-A5100 würde mit einer neuen Beta-Firmware in die Lage versetzt, Auro-3D zu dekodieren.
Also nutzte ich bei der letztjährigen Produktvorstellung die Chance, Vertreter von Yamaha auf diese Möglichkeit anzusprechen. Das ganze Gespräch will ich hier nicht runterbeten, aber ich breche es mal auf zwei Kernaussagen runter. Schließlich gebe es ja zum einen die Möglichkeit, Auro-3D zu unterstützen, um die Wiedergabe von nativem Auro-3D zu ermöglichen. Hier zeigte sich Yamaha aber eher zurückhaltend – eben vor dem durchaus nachvollziehbaren Hintergrund, dass es zumindest im Filmbereich sehr wenige passende Inhalte gab (und gibt).

Zum anderen könnte man überlegen, Auro-3D wegen des Upmixers AuroMatic zu integrieren. Doch hier gibt es das Problem, dass Yamaha selbst für seine eigenen DSP-Programme bekannt ist. Unabhängig davon, was man von den Surround-Aufpolierern des Unternehmens oder von Upmixern allgemein hält: Auro Technologies beziehungsweise TI dürften nun tatsächlich auf die eine Firma gestoßen sein, die nicht davon ausgeht, noch einen weiteren Upmixer in ihren Geräten zu brauchen. Und eines muss klar sein: Kostenlos dürfte es die Auro-3D-Dekodierung nicht geben.

Ausblick

Bevor ich den Ausblick gebe, möchte ich einige Dinge klarstellen: Ich habe keine Kenntnis darüber, ob und wann ein AV-Receiver-Hersteller abseits von Denon/Marantz Auro-3D unterstützen will. Ich kann nur aufzeigen, dass es ausgerechnet die thereotische technische Möglichkeit bei den Prozessoren in den Geräten des Herstellers gäbe, die sich Germain für seinen Aprilscherz ausgesucht hat.

Und ich kann mit reinem Gewissen sagen, dass tatsächlich erst vor einigen Wochen ein Branchenkenner mir gegenüber hat fallen lassen, dass er glaubt, dass Denon und Marantz nicht alleine bleiben mit dem Auro-3D-Feature. Unklar blieb, welcher Receiver-Hersteller gemeint sein könnte. Wie gesagt: Ich kann nicht sagen, ob dies wirklich passieren wird – und schon gar nicht, wann entsprechende Geräte verfügbar wären. Ich halte natürlich weiter meine Ohren auf und berichte, sobald es konkrete News gibt.

4 Comments

  1. Besitze den RX-A 2070 von Yamaha in einem 5.1.4- Setup (Front/Back High) und bin begeistert von den Upmixern, aber auch den DSPs. Mit der YPAO-Winkeleinmessung ein schon beeindruckendes Ergenis.

    Trotzdem wäre ein weiterer einsetzbarer Upmixer (nativ wird sich wohl bisn auf weiteres nicht viel tun …) nicht zu verachten. Insbesondere für mein Setup.
    Dafür würde ich dann auch bezahlen.

    Schaun‘ wir mal.

    Reply
  2. Hallo ich besitze den Yamaha RX-A3070 und würde auch gerne einen gewissen Betrag (so wie bei Denon €150,- ) für die AuroMatic zahlen.
    Ich glaube wenn Yamaha den Upmixer Auromatic nicht zu Verfügung stellt , wird Yamaha im gehobenen Preissegment Kunden verlieren.
    Ich bin ein absoluter Yamaha Fan und würde gerne bei dieser Marke bleiben. Da ich mir nächstes Jahr ein Heimkino im Keller baue , möchte ich unbedingt die AuroMatic haben.wenn Yamaha nichts anbietet werde ich die Marke tauschen.
    Hr. Hintermaier

    Reply
    • Geht mir genau so. Ich bin schon für meine neue Wohnung am Planen, möchte aber auf jedenfall auch Auro verbauen. Bis Ende des Jahres hat das Zeit, sonst muss ich leider ebenfalls den Hersteller wechseln.

      Reply
    • Moin,
      Blödsinn. Ich wechsele jetzt zu Yamaha – genau wegen den DSP’s und einigen extras, die den anderen fehlen.
      Auro 3D ist der Flopp des Jahres. Ich habe vor 3 Jahren mein Setup für Auro ausgerichtet. Bis heute gibt es 2 deutsche Filme von insgesamt 10. Und von den 10 sind 6 so schlecht, das es eine Schande wäre, diese zu zeigen.

      Auch wenn Auro auf den Demos super klingt – und auch die bessere Logik ist – es fehlt die publicity. Die hat Atmos und DTS bekommen – weshalb auch die Filmindustrie nichts für Auro herstellt.

      Warum also auf ein Totes Pferd setzen?

      Reply

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